Schuhe an, Kamera über die Schulter und ab nach draußen. Ohne festen Plan und ohne zu wissen, was am Ende auf meiner Speicherkarte landet.

Plötzlich wird aus einer Birke mein nächstes Motiv, ich bleibe wegen ein paar Regentropfen auf Blättern stehen oder hocke gefühlt eine Ewigkeit im Moos vor einem Eichhörnchen – immer in der Hoffnung, dass es nicht genau in dem Moment wegflitzt, wenn ich den Auslöser drücke. Und genau diese Ungewissheit liebe ich an der Fotografie.

Kein Hetzen von einem Fotospot zum nächsten. Einfach durch das Grün streifen, die Ruhe aufsaugen und innehalten, wenn das Sonnenlicht genau im richtigen Winkel durch die Baumkronen bricht.

 

Das Handy hat nur noch wenige % Akku? Perfekt!

Naturkind. 
Ruinenentdeckerin. Momentensammlerin.

Vielleicht ist genau das der wahre Luxus unserer Zeit: ein paar Stunden in die Natur zu verschwinden, unerreichbar zu sein und die Welt durch den Sucher zu entdecken. 

 

Am Ende des Tages komme ich mit dreckigen Schuhen, klammen Jeans, einer prall gefüllten Speicherkarte und vermutlich viel zu vielen Bildern nach Hause.

 

Aber ganz ehrlich: Ich würde meinen Tag gegen nichts anderes eintauschen wollen.

 

Wann warst du das letzte Mal draußen in der Natur unterwegs, bewußt die Natur entdeckend und nicht nur an ihr vorbei gelaufen!?

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